„Blutmond-Eiswein“ trifft Eisweinkönigin

Eisweinrarität, Eisweinkönigin und Eisweindenkmal – die Dromersheimer Eisweinkönigin Stephanie Müller, Oberbürgermeister Thomas Feser (li.), Stefan Fendel (2. v.re.) und Gerd Ripp

Edelster Tropfen in Bingen präsentiert

Es gibt sie – diese besonderen Momente, an besonderen Orten – und mit besonderen Weinen sowie besonderen Personen. Treffen diese Dinge zusammen, dann kann man von einem wirklich ganz besonderen Ereignis sprechen.

Der besondere Moment Nummer eins, das war die -9° kalte Blutmondnacht am 21. Januar 2019, 5 Uhr morgens, in der Winzer Stephan Fendel, Gerd Ripp, der damalige Hotelier des Schlosshotels Rheinfels und die damaligen Azubis des Hotels sich zur Weinlese im Oberweseler Schulweinberg machten…

Der besondere Wein, das sind 100 Liter „Blutmond-Eiswein“, der sagenhafte 158° Oechsle aufweist, der inzwischen in 165 Flaschen abgefüllt wurde und der bei der Berliner Wein Trophy (Winterverkostung 2022) als einziger deutscher Weißwein mit der höchsten Juryauszeichnung die vergeben wird, dem „Großen Gold“ bewertet wurde. Beim weltweit größten Wettbewerb wurden insgesamt über 14.000 Weine eingereicht.

Eine Auszeichnung, die nicht von ungefähr kommt. Denn nicht einmal die ältesten Winzer der Umgebung konnten sich daran erinnern, dass jemals Eisweintrauben so spät und solch ausgezeichneter Qualität geerntet werden konnten.

Der besondere Ort, das ist Bingen am Rhein, dort wo die vier Anbaugebiete Rheinhessen, Mittelrhein, Nahe und Rheingau miteinander anstoßen, dort wo der Eiswein seine Wiege hat…

Und nun – der besondere Moment Nummer zwei und die besonderen Personen: Freitagmittag am Binger Kulturufer, direkt am Eisweindenkmal, treffen die noch amtierende Eisweinkönigin Stephanie Müller und die Herren Stefan Fendel und Gerd Ripp sowie Oberbürgermeister Thomas Feser zusammen, um den edelsten Tropfen (von dem es nur noch wenige Flaschen gibt, die käuflich zu erwerben sind) vorzustellen.

Für das Binger Stadtoberhaupt ist es eine große Freude, an diesem besonderen Ereignis teilnehmen zu können, das einmal mehr „Bingens Rolle als heimliche Hauptstadt des Weines aufzeige.“ Gute, ehrliche Handarbeit im Wingert und im Keller, die die hiesigen Winzer leisteten sowie eine Portion Glück für die äußeren Umstände würden das Kulturgut Wein zum Aushängeschild der Region machen.

Ja, eine weitere Persönlichkeit sollte der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden: Schauspieler Ulrich Tukur, denn ohne seine Begeisterung für den „Blutmond-Eiswein“ wären der Winzer und der Hotelier nicht auf die Idee gekommen, den außergewöhnlichen Rebensaft zur Berliner Wein Trophy einzureichen.

Ab Montag, 15. August 2022, findet man zu diesem Thema ein kurzes Video auf der städtischen Homepage (erreichbar unter www.bingen.de/videos-feser).

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