Von der Schweiz nach Bingen am Rhein

Im Beisein des türkischen Tourismusministers Mehmet Ersoy (re), unterschreibt OB Feser die Urkunde der Präsidentschaftsübernahme. (V. l.): die Ehrenpräsidenten Thomas-Peter Binder und Burhanettin Kocamaz sowie der TCWTA-Generalsekretär, Hüseyin Baraner.

Wechsel an der Spitze der Twincities World Tourism Association 

Thomas-Peter Binder, Gemeindeschreiber von Gossau ZH, hat seit 2018 die Twincities World Tourism Association (TCWTA) als deren Präsident aufgebaut und geführt. Nun übergibt er die Organisation, die sich für die Bildung von Städtepartnerschaften engagiert, in neue Hände.

Städtepartnerschaften sind so aktuell, will schon lange nicht mehr. Zwischen Partnerstädten entstehen stabile Brücken, die einen intensiven Austausch auf unterschiedlichsten Ebenen erlauben. Gerade jetzt, wo wir fassungslos mit dem äußerst schlimmen Krieg Russlands gegen die Ukraine konfrontiert sind, wird wieder sichtbar, wie wichtig stabile, grenzüberschreitende Freundschaften sind. Der Wert stabiler Freundschaften und Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden wird derzeit auch durch die hohe Politik wieder entdeckt, hat doch unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Bildung von Partnerschaften mit ukrainischen Städten unterstützt, um nach dem Krieg den Wiederaufbau zu beschleunigen.

Seit 2018 für weltweite Partnerschaften
Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden befördern neben gegenseitiger wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Initiativen im Bildungsbereich den kulturellen Austausch, das Reisen und den Tourismus zwischen unterschiedlichen Welten. Das stärkt nachhaltig
den Frieden. Die Twincitites World Tourism Association TCWTA engagiert sich seit 2018 für die Bildung neuer Städtepartnerschaften. Seit ihrer Gründung steht der Gossauer Thomas-Peter Binder an der Spitze der ambitionierten Organisation. Nun übergibt er das Amt in neue Hände. Begeistert von der Aufgabe ist er aber immer noch: "Die TCWTA ist Brückenbauer zwischen Regionen und Nationen, vor allem aber zwischen Städten und Gemeinden unterschiedlicher Nationen und Kulturen. Es war für mich eine großartige und wertvolle Herausforderung, an zentraler Stelle an diesem Brückenbau beteiligt zu sein."

Von Gossau ZH nach Bingen am Rhein
Nachfolger von Thomas-Peter Binder wird Thomas Feser, Oberbürgermeister der deutschen Stadt Bingen am Rhein. Mit Thomas Feser konnte ein sehr guter Nachfolger verpflichtet werden, wie Binder unterstreicht: "Bingen pflegt allein sechs Städtepartnerschaften und investiert viel Ressourcen in die Pflege der grenzüberschreitenden Freundschaften. Von diesem Wissen profitiert auch die TCWTA." Die TCWTA wird Thomas-Peter Binder am Kongress zum Ehrenpräsidenten ernennen, was diesen freut: "Mit dem Ehrenpräsidium würdigt die TCWTA meine Aufbauarbeit, die ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen geleistet habe. Dies freut mich natürlich sehr. Dadurch bleibe ich der wichtigen Organisation stets eng verbunden."

Thomas Feser setzt seine Motivation und Ziele wie folgt zusammen: „Teilweise mehr als sechs Jahrzehnte hat die Stadt Bingen am Rhein Erfahrung im Bereich Städtepartnerschaften. Bis heute pflegen wir die Verbindungen zu sechs Partnerstädten in Großbritannien, Frankreich, Kosovo, Tschechien und Türkei. Im Verlaufe der Jahre sind teilweise sehr enge und freundschaftliche Verbindungen von Mensch zu Mensch entstanden, weit über die die offiziellen und formellen Kontakte hinaus. Wir haben herzliche Gastfreundschaft erlebt und sind auch selbst gerne die Gastgeber. Aber auch in Krisensituationen, etwa in der Phase nach dem Kosovokrieg, war aktive Unterstützung und Aufbauhilfe möglich. Zudem wuchs über die freundschaftlichen Begegnungen auch das Interesse am jeweils anderen Heimatort und die Menschen reisten in diese Regionen.
Thomas-Peter Binder hat trotz Corona-Handicap tolle Kommunikationsarbeit geleistet. Daran möchte ich gerne anknüpfen. Der Aspekt, dass Städtepartnerschaften auch die Basis für Reiseplanungen über die offiziellen Treffen hinaus bilden, möchte ich weiterhin verstärken. Zudem könnte der Austausch zwischen den Kommunen und Regionen nicht nur bilateral zwischen den beiden Partnern stattfinden, sondern im multilateralen Netzwerk. Letztlich wünsche ich mir, dass durch gegenseitiges Kennenlernen Verständnis, Respekt und Toleranz wachsen und damit auch das friedliche Mit- und Nebeneinander. An diesen Zielen will ich weiterarbeiten.“

Die Stabsübergabe erfolgte anlässlich des Kongresses «Back to Travel 2022», der vom 18. bis 22. Mai 2022 in Bingen stattfand. Der Kongress wurde von der TCWTA, der Stadt Bingen und der Tourismusorganisation Tourexpi organisiert.

... und so sieht es die Fachpresse:

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