Hildegard von Bingen und Bertha von Sulzbach alias Irene von Byzanz - oder: Die Sibylle verspricht der Kaiserin ein Kind

Im Abschluss-Vortrag zur Ausstellung ‚Die Kaiserflüsterin‘ im Museum am Strom geht es um Hildegards Briefwechsel mit einer Kaiserin…

Vortrag von Dr. Matthias Schmandt im Museum am Strom

Im Anschluss an ihre diesjährige Mitgliederversammlung lädt die Historische Gesellschaft am Donnerstag, 28. Oktober, um 19:30 Uhr im Museum am Strom zu einem Vortrag ein. Dr. Matthias Schmandt wird neue Forschungserkenntnisse präsentieren und dabei den Fokus dieses Mal auf die „Kaiserin-Flüsterin“ richten. Denn die „Kaiserflüsterin“ Hildegard von Bingen, der die aktuelle Sonderausstellung im Museum am Strom gewidmet ist, stand in Kontakt auch zu den mächtigen Frauen ihrer Zeit. Gleich zwei Kaiserinnen entstammten dem bayerischen Grafenhaus von Sulzbach: Gertrud war die Gattin des Staufers Konrad III., und ihre Schwester Bertha heiratete den Kaiser in Byzanz. Hildegard war dieser Familie schon über die Sponheimer verbunden; doch der neuen bayerischen Kaiserin in Konstantinopel gegenüber zeigte die Prophetin aus Bingen sich auch in ihrer Rolle als Künderin des Heils: Es ging um die Geburt des lang ersehnten Sohnes und Thronfolgers für das Kaiserpaar… Doch wie kam Hildegard überhaupt dazu, die Geburt eines Königskindes wie die des Heilands zu besingen? Der Vortrag zeigt die Traditionen, Kontexte und Rollenmuster auf, inner-halb derer sich die Äbtissin vom Rupertsberg dabei bewegte – und lässt einmal mehr erkennen, wie sehr die Äbtissin vom Rupertsberg sich in ihren Briefen und Schriften als eine christliche Ausgabe der antiken Sibyllen in Szene setze.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der aktuell geltenden Corona-Bestimmungen statt und steht geimpften, genesenen und getesteten Personen offen. Der Eintritt beträgt 3 Euro / ermäßigt 2 Euro.

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