BUGA 2029 gibt Gas

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Geschäftsführer Stückle strafft den Zeitplan

Die BUGA 2029 gibt in diesem Jahr ordentlich Gas: Geschäftsführer Berthold Stückle hat in den ersten Monaten seiner Amtszeit den Zeitplan gestrafft. Bereits im Herbst 2021 sollen die investiven Flächen feststehen, sodass Bürgerbeteiligungen und Wettbewerbe 2022 starten.

Die BUGA 2029 gGmbH ist derzeit priorisiert damit beschäftigt, die großen investiven Schwerpunktflächen auszuloten, auf denen die Projektgesellschaft selbst bauen wird. Sofern der Aufsichtsrat im Herbst der Auswahl zustimmt, werden die Kommunen im Welterbe Oberes Mittelrheintal darüber informiert und haben damit Planungssicherheit. Bürgerbeteiligungen und Gestaltungswettbewerbe können dann schon 2022 starten – etwa anderthalb Jahre früher als ursprünglich geplant.

Im BUGA-Budget von insgesamt 108 Millionen Euro sind 50 Millionen Euro für Investitionen veranschlagt, der Durchführungshaushalt umfasst 58 Millionen Euro. Vom Gesamtbudget muss die BUGA gGmbH 37,8 Millionen Euro an Einnahmen selbst erwirtschaften.

31 Kommunen

Insgesamt haben 31 Kommunen 131 Flächen gemeldet, die derzeit in Steckbriefen noch einmal detailliert bewertet werden. Anhand derer erstellt die Geschäftsführung eine Auswahl, die dem Aufsichtsrat voraussichtlich im Oktober 2021 zur Entscheidung vorgelegt wird. Bereits jetzt klar, dass dabei das Raumkonzept aus der Machbarkeitsstudie weitgehend übernommen wird: Der rheinische „Dreiklang“ aus drei Schwerpunktbereichen auf beiden Rheinseiten soll die BUGA 2029 für Tagesbesucher erlebbar machen und gleichzeitig zu Übernachtungen oder mehreren Besuchen motivieren.

Geschäftsführer Berthold Stückle stellt jedoch schon vor dieser ersten wichtigen Entscheidung klar: „Diese investiven Flächen sind noch lange nicht die ganze BUGA 2029!“ Zusätzlich gibt es nicht nur flankierende Maßnahmen wie das Burggärten-Projekt oder die Städtebauförderung des Landes. Mit Veranstaltungen soll das ganze Tal bespielt werden. „Dieses Versprechen aus der Machbarkeitsstudie wollen wir einlösen“, sagt Stückle und fügt hinzu: „Die BUGA-Besucher wollen auch Geschichten hören und Geschichte nacherleben.“ Deshalb sollen in den kommenden Jahren auch Angebote wie Storytelling auf Reisen zu verschiedenen Themen – beispielsweise Bergbau, Weinbau, Kulturlandschaft Schifffahrt, besondere Orte beziehungsweise Aussichtspunkte – entwickelt werden. Das Marketing für das Gesamt-Konzept wird alle Orte einschließen, die mitmachen.

Was die Planung einzelner Kulturveranstaltungen im BUGA-Jahr 2029 betrifft, bittet Berthold Stückle noch um etwas Geduld. Dieser Projektbaustein soll ab 2026 angepackt werden.

Damit bis 2029 alles nach Plan läuft, auch Vorhaben über die Zuständigkeit der BUGA gGmbH hinaus, nimmt Berthold Stückle derzeit sämtliche Bereiche des Welterbes in den Blick: von den Bahnhaltepunkten und Ortsdurchfahrten über sanierungsbedürftige Kläranlagen bis zu Baugebieten. Noch in diesem Jahr möchte Stückle einen Masterplan erstellen lassen, in dem alle Maßnahmen von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz zusammengefasst dargestellt werden.

Das endgültige Mobilitätskonzept wird zwar wegen der zu erwartenden Innovationssprünge erst in den Jahren kurz vor dem BUGA-Sommer entwickelt. Aber für Berthold Stückle bereits heute fest: Die Bahn wird sicherlich auf beiden Rheinseiten das Rückgrat des Mobilitätskonzeptes zur BUGA 2029 bilden. Und das nicht nur intern, sondern auch hinsichtlich der Anreise aus Richtung der Ballungsgebiete Rhein/Main und Köln/Bonn sowie bundesweit. Derzeit steht noch nicht fest, welche Baumaßnahmen seitens der DB Netz AG bis 2029 abgeschlossen werden können. Für den BUGA-Geschäftsführer wäre es natürlich der Idealfall, wenn alle Bahnhaltepunkte im BUGA-Land barrierefrei ausgebaut würden.

Folgende Voraussetzungen fasst der BUGA-Geschäftsführer in Stichworten zusammen, damit die BUGA 2029 über 67 Rheinkilometer auf beiden Rheinseiten funktionieren kann:

  • Mobilitätsangebote An- und Abreise
  • Mobilitätsangebote in der Region
  • Qualifizierte touristische Infrastruktur
  • Angebote in den Zwischenräumen
  • Regionale Identität: Wir sind Mittelrheiner!

In den kommenden Wochen und Monaten wird Berthold Stückle seine Gespräche mit den Bürgermeistern und Akteuren im Tal fortsetzen. In der Hoffnung, dass dies nach der Corona-Pandemie wieder stärker in Präsenz möglich sein wird, sei es beim Vier-Augen-Gespräch, einer Ratssitzung oder bei einer Info-Veranstaltung mit mehreren Hundert Menschen in einer Halle.

Der BUGA-Zeitplan in Stichworten:

2021: Erstellung von Steckbriefen zu den gemeldeten Flächen der Kommunen; Vorort-Begehungen zur Präzisierung der Schwerpunktbereiche und qualitative Bewertung der touristischen Infrastruktur; Expertenworkshops zu den Themen Hallenschauen und Bauträger, Auswahl der investiven Flächen für die großen Schwerpunktbereiche; Entscheidung über das Schwerpunktkonzept im Aufsichtsrat.

2022: Bürgerbeteiligungen und Vorbereitung der Gestaltungswettbewerbe im Rahmen des Investitionsplans; Workshop mit Politik und Verwaltung der Kommunen; Vorbereitung und Start der Gestaltungswettbewerbe; Beginn Planung und Genehmigung.

2023/2024: Weitere Bürgerbeteiligungen in Ausstellerkommunen; Gestaltungs- und Realisierungswettbewerbe und Auswahl der Sieger; Planung und Genehmigung der Buga 2029, Beginn der investiven Maßnahmen (gegebenenfalls Abbruch und Bau) bis 2029.

2025: Ausrichtung und Vergabe.

2026: Start der Planungen für der gärtnerischen Ausstellungen und Veranstaltungen; Start der Planungen für Kulturveranstaltungen.

2027/2028: Bürgerbeteiligungen (Baustellenbesichtigungen, Ausstellungen), Realisierung der Ausstellungsflächen.

2029: Veranstaltungsjahr der Bundesgartenschau 2029.

2030: Rückbau der Gartenschau und Nachnutzung.

(Quelle: Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.)

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